Wohntrends für 2022

Mittig- und postpandemisch was ist zu erwarten?

Die Lockdowns und weiteren Restriktionen des sozialen Zusammenseins wirken sich auch auf unser Dauerhabitat dieser Zeit aus. Der New Yorker Innenarchitekt Todd Klein, faßt es so zusammen: „The big Trend is being at home!“ Dadurch lassen sich für unser Zuhause zwei Wohntrends abzeichnen:

Zum einem ist es Komfort.

Dort wo wir die meiste Zeit verbringen, wollen wir uns wohl fühlen. Mit dem Homeoffice ist nicht nur die Behandlung von gebrochenen Zehen um 853% gestiegen (natürlich laufen wir zuhause in Socken herum), sondern das Verlangen nach Komfort. Runde Formen werden vermehrt bei Möbeln und Gebrauchsgegenständen nachgefragt. Die harten klaren Linien von Möbeln des mid-century und Bauhaus sinken im Wert, geschwungene Biedermeier und Jugendstil Antiquitäten werden wieder stärker nachgefragt. Auch der aufflammende BOHO-Stil profitiert hiervon. Natürliche Materialien mit ihren organischen Formen vereinen die Anforderungen an Wohlbefinden und Nachhaltigkeit. (Zum Thema Nachhaltigkeit werden wir hier bald noch verlinken)

Der andere Trend in der Pandemie ist Multifunktionalität.

Küche ist nicht mehr nur Küche, sondern auch Büro, Schlafzimmer ist nicht mehr nur Schlafzimmer, sondern auch Gym und Büro, ebenso unsere Wohnzimmer, das zudem oft noch zeitgleich Kindergarten geworden ist. Damit steigt auch der Anspruch an die Qualität unseres Hausrats. Wo nun mehrere Personen wesentlich öfters diesen nutzen, ist zwangsläufig mit Möbeln vom großen Schweden oder anderen Billigheimern nicht weit zu kommen. Man benötigt Qualität. Des weiteren glücklich ist, wer eh schon eine hauseigene Bibliothek besitzt, die anderen behalfen sich mit Vasen, Skulpturen oder Gemälden für den Zoom-Background. Die Preise für alte große Schulkarten, waren noch nie so hoch wie derzeit.

Dies führt uns zum dritten Trend, der sich aus der Pandemiezeit ablesen lässt: Wertigkeit & Prestige.

Nach dem Lockdown, wenn wir unsere Häuser und Wohnzimmer wieder für unsere Freunde und Familien öffnen, kommt es zu einem Show-off. Was hat sich verändert, wie ist man durch die harte Zeit gekommen, wie will man sich nun präsentieren?

Natürlich zeigt man, wie clever man war, und gelernt hat die Räume und die Möbel vielseitig zu nutzen. Gezeigt hat man zwar auch vorher schon in den Zoom-Konferenzen, welche kleinen Schätze man im Hintergrund besitzt. Doch diese Art von Werthaltigkeit des Hausrats besitzt noch eine andere Dimension.

Es ist etwas, dass der ganzen Familie etwas bringt auch noch nach Generationen seinen materiellen und emotionalen Wert behält. Diese Sachen die schon soviel erlebt haben, so viele Stürme und schlechte Zeiten überstanden haben, geben ein Gefühl der Sicherheit, der Hoffnung und des Optimismus.

Stücke aus dem Neoklassizismus und Biedermeier erfüllen die Sehnsucht nach der guten alten heilen Welt. Standhaft, nachhaltig und wertvoll. Aber auch einzelne Stücke aus den 1960er Jahren werden ihre Nische finden, insofern sie mehr zu bieten haben, als nachhaltige Materialien.

Constantin Weiffen, Aurich

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